Christiano Ronaldo

Quiet Eye
In der Werbung und in vielen Bereichen der industrie werden Eyetracker schon seit Jahren eingesetzt, um das Blickverhalten des Kunden zu analysieren und Marketingstrategien oder technische Entwicklungen anzupassen. Im Sport ist diese Methode bisher noch selten im Einsatz.
Für einen Fernsehbericht der BBC wurde Christiano Ronaldos Blickstrategie gemessen und mit einem anderen Fußbvaller verglichen. Obwohl Ronaldo nicht bewusst sagen konnte, wie sein Blickverhalten ist, hat er eine ausgezeichnete Strategie und eine enorm gute Fixierungsfähigkeit des Balles. Dies ist besonders bemerkenswert, da die Fixierung eines sich bewegenden Objekts um so schwieriger wird, je mehr Bewegungen durch den eigenen Körper durchgeführt werden. Gerad in Eins-gegen-eins-Situationen werden sehr komplexe Bewegungsketten mit unterschiedlichen Bewegungen der einzelnen Extremitäten sowohl gleichzeitig als auch nacheinander durchgeführt. Eine ruhige Fixierung ermöglicht bessere Resultate bei den unterschiedlichen Sportarten, wie zum Beispiel beim Strafstoß- oder Freistoßschießen, beim Freiwurf im Basketball, beim Torschuss im Handball oder Eishockey, aber auch beim Aufschlag im Tennis oder beim Putten im Golf.Bei Christiano Ronaldo fällt auf, dass er in einer Eins-gegen-eins-Situation zuerst den Ball fixiert, dann die Bewegungen des Gegenspielers analysiert, in dem er zuerst den einen Fuß, dann den anderen Fuß unbd dann die Hüfte fixiert. Dabei verwendet er mehr Aufmerksamkeit auf die Seite, auf der er vorbeigehen möchte. Anschließend scannt er den freien Raum um den Gegenspieler herum, um ein Lücke zu finden.
Kann man diese Fähigkeit trainieren?
Ein sportartspezifischens Training des Blickverhaltens unter Berücksichtigung der motorischen Fähigkeiten entlastet das Arbeitsgedächtnis. Durch ein Sichtbarmachen des Blickverhaltens können Fehlleistungen analysiert und und festgestellt werden, ob die Urssache in der Technikumsetzung liegt, in fehlender Konzentration oder im Defizit des visuellen Systems. Einem Fußballer mit guten visuellen Fähigkeiten gelingt es, einen sich bewegenden Ball exakt zu fixieren, auch wenn dieser die Richtung ändert, da er besser antizipieren kann, wo der Ball im nächsten Augenblick sein kann. Ein Spieler mit Schwächen im Augensystem muss bei jeder Richtungsänderung des Balles nachjustieren, was zur Folge hat, dass eer mehr mit “Suchen ” des Balles beschäftigt ist, als mit dem Vorwegnehmen der nächsten Situation.