Die Stresspupille

Unsere Pupillen verraten, wie wir uns fühlen und vieles mehr

Ob ein Mensch aufmerksam ist oder akut gestresst, verrät die Größe seiner Pupillen. Doch auch Ekel spiegelt sich im Auge wider.

Die Pupille ist die von der Iris eingefasste Öffnung, durch die Licht in das Innere des Auges fällt. Über die Irismuskulatur wird die Pupille zusammengezogen oder erweitert, was die Pupillengröße nach Bedarf verändert. Sie tut das ständig, um sich den Lichtverhältnissen anzupassen. Doch die Größe der Pupille richtet sich auch nach anderen Faktoren. Die Pupille verrät weitaus mehr, als den meisten bewusst ist.

Die Pupille des Menschen reagiert z.B. auf emotionale Darstellungen. Ist ein Reiz angenehm, erweitert sich die Pupille, ist er unangenehm, zieht sie sich zusammen. Mehrere Studien zeigen, dass die Pupille auch auf mentale Beanspruchung mit einer Erweiterung reagiert: etwa, wenn große Aufmerksamkeit gefordert ist oder das Gedächtnis stark beansprucht wird. Wenn aber die kritische Grenze erreicht ist und dem Arbeitsgedächtnis 125 Prozent seiner normalen Kapazität abverlangt werden, dann verengt sich die Pupille wieder – und bildet so Überforderung oder akuten Stress ab.

Auch Ekel spiegelt sich im Auge wider – mit einer Kontraktion. Nicht zuletzt nutzen Visualtrainer und Ärzte den Pupillenreflex, um zu sehen, ob das Gehirn richtig arbeitet. Sind beide Pupillen rund, gleich groß und reagieren auf Licht, wie sie sollen, ist alles okay.

Quelle: Die Welt