Die SpeedMatrix  ist der neueste Ansatz im Schnelligkeitstraining. Hierbei geht es nicht um die einzelnen Komponenten der Schnelligkeit, sondern um deren komplexe Anwendungsformen, wie sie in typischen Situationen der jeweiligen Sportart in Erscheinung treten. Die SpeedMatrix  untergliedert die Schnelligkeitshandlung in deren zeitlichen Ablauf, beginnend mit der Wahrnehmung bis hin zum Umsetzen in sportartspezifische Bewegungsabläufe. Dies hat den Vorteil, dass die einzelnen Elemente isoliert, und damit effektiver trainiert werden können. Für Spiel- und Rückschlagsportarten sieht dies wie folgt aus:

 

 

Die ersten vier Punkte gelten für alle Sportarten, in denen der Athlet verschiedene Möglichkeiten hat, ans Ziel zu kommen, egal ob es sich dabei um Fußball handelt oder Tischtennis. Ab dem fünften Punkt betrifft die Speedmatrix alle Sportarten, deren Schnelligkeitselemente mit einem Antritt verbunden sind. Ein Tischtennisspieler wird z.B. nach der Reaktion seinen Körper richtig zum Ball stellen und den Schläger passend zur Situation zum Ball führen. Ein Fußballer dagegen wird sich möglichst schnell in Bewegung setzen.

Entscheidend hierbei ist, dass sich in jedem einzelnen der acht Punkte Vorteile gegenüber dem Gegenspieler herausholen lassen. Wenn ein Sportler in der Wahrnehmung und bei der Datenverarbeitung effektiver arbeitet, wird er früher die Situation erkennen und damit schneller eine Entscheidung treffen können. Ist diese Entscheidung auch noch richtig, wird er sich zahlreiche Korrekturbewegungen im Anschluss sparen und damit früher reagieren. Wenn dann noch der athletische Teil vom Loslaufen bis zum Richtungswechsel verbessert wird, ergibt dies einen maximalen Vorteil.  Dabei ist es normal, dass sich der zeitliche Ablauf zweier Schnelligkeitsaktionen überlagert, d.h. während der Sportler noch mit Beschleunigen beschäftigt ist, beginnt der Prozess für die Anschlussaktion schon von neuem.